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Personal

Dr. Maria-Theresia Koet-Meinhart

Die Gruppe Personal und Ergänzung

Die Gruppe Personal und Ergänzung (GrpPersErg) besteht aus den Personalabteilungen A, B und C sowie dem Personal Provider und ist dem Leitspruch „Wir betreuen Menschen“ folgend stets bemüht, alle Dienststellenleiterinnen und Dienststellenleiter sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch serviceorientiertes Verhalten bestmöglich zu unterstützen.


Das benötigte Personal zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit der gewünschten Ausbildung zur Verfügung zu stellen, ist in einem Großunternehmen wie dem BMLVS nicht immer einfach. Besonders erschwert wird dies, wenn aufgrund der Geschäftseinteilung klassische Verwaltungsaufgaben, wie dies z.B. die Personalagenden sind, auf mehrere Organisationseinheiten verteilt werden.

Personalabteilung A (PersA)
Der PersA obliegen als „Kreativabteilung“ für allgemeine Personalangelegenheiten die Mitwirkung an Legislativvorhaben und die Erstellung von generellen Erlässen, Richtlinien und Durchführungsbestimmungen für die gesamte Personalverwaltung des Ressorts. Durch die Bereitstellung und stetige Erweiterung der EDV-Unterstützung mit der Applikation „Personalsysteme-Neue Technologie (PS-NT)“ ist insbesondere die Besoldung sämtlicher Bediensteten des BMLVS und aller Wehrpflichtigen gewährleistet. Durch die Einführung der Geschäftsfallorientierten Bearbeitung (GoB), die Vorgänge von in sich abgeschlossenen Verwaltungsverfahren auf einer elektronischen Plattform bearbeitet, sowie der automationsunterstützten Abrechnung und Verwaltung von Mehrdienstleistungen durch das EDV-Programm „PAAN“ kann auch die in der PersA angesiedelte Standesführung der Zentralstelle, die derzeit durchschnittlich 1.500 Bedienstete aller Verwendungs- und Entlohnungsgruppen betreut, die von der Dienstbehörde verfügten konkreten Personalmaßnahmen umsetzen. Darüber hinaus werden in der PersA behördliche Aufgaben in den Bereichen Reisegebühren und Nebentätigkeit sowie Nebengebühren wahrgenommen. Außerdem trägt die Abteilung als Haushaltsreferent die Verantwortung für die Budgetierung des Personalaufwandes und der Planstellenbewirtschaftung sowie für die Überwachung und Einhaltung des Personalplanes.

Personalabteilung B (PersB)
Die PersB ist als Dienstbehörde für die konkreten Personalangelegenheiten der Mitarbeiter der Zentralstelle und der unmittelbar nachgeordneten Dienststellen verantwortlich. Im Dienstbehördenbereich werden ca. 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Verwendungs- und Entlohnungsgruppen betreut. Die Personalabteilung bearbeitet alle auf das konkrete Dienstverhältnis der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezogenen dienst- und besoldungsrechtlichen Maßnahmen wie z.B. Aufnahmen, Versetzungen, Beförderungen, Dienstzuteilungen, Karenzierungen, Feststellungen der besoldungsrechtlichen Stellung, Ausschreibungen nach dem Ausschreibungsgesetz, Ruhestandsversetzungen. In den meisten Fällen sind die vorgesehenen Verfahren mit den gesetzlich eingerichteten Organen der Personalvertretung zu führen. Bei vielen Personalangelegenheiten der nachgeordneten Dienstbehörden (Streitkräfteführungskommando, Kommando Einsatzunterstützung) ist der Bundespräsident, der Bundesminister oder dessen Kabinett zu befassen und werden daher auch durch die Personalabteilung B mitbearbeitet. Eine besondere Aufgabe der Abteilung ist die dienst- und besoldungsrechtliche Betreuung der im militärdiplomatischen Dienst im Ausland stehenden Bediensteten, einschließlich deren Familien. Weiters werden alle Anträge auf Auszeichnungen (bundesstaatliche und wehrrechtliche Auszeichnungen) ebenfalls in der Personalabteilung B bearbeitet.

Personalabteilung C (PersC)
Das Aufgabenspektrum der PersC ist aufgrund sachlichen Zusammenhanges überaus vielfältig. Es umfasst insbesondere neben der Zuständigkeit als Berufungsbehörde in wehr-, dienst- und besoldungsrechtlichen Verfahren auch die Richtlinienkompetenz einschließlich der konkreten Erledigung in Teilbereichen in der automatisierten Bundesbesoldung und in einer Vielzahl der rechtsförmlichen Verfahren im Wehrrecht. Als Oberbehörde der Militärkommanden/Ergänzungsabteilung v.a. in den Bereichen Stellung, Einberufung, Befreiung, Aufschub, Ausschluss und vorzeitige Entlassung und mit Ausnahme Stellung auch des Heerespersonalamtes ist die PersC auch für die facheinschlägige Fort- und Weiterbildung der Bediensteten zuständig. Diese Zuständigkeit umfasst neben den allgemeinen Vorgaben und der Durchführung konkreter Fortbildungsveranstaltungen auch die Erstellung und Wartung einschlägiger Intranet-Sites. Mit Ausnahme von Disziplinarangelegenheiten ist die PersC im Rahmen der Personalverwaltung außerdem die Kontaktstelle des BMLVS zum Verwaltungsgerichtshof, zur Finanzprokuratur und den ordentlichen Gerichten.
Die PersC steht an der Schnittstelle zum „Kunden“. Zur Steigerung des Services am Bürger wird eine erweiterte Internet-Präsenz für die Bereiche der rechtsförmlichen Wehrrechtsverfahren – durch Bereitstellung elektronischer Vorlagen für Anträge, freiwillige Meldungen und andere Anbringen – angestrebt.

Personal Provider/Zentrales Lenkungselement (PersPro/ZLE)
Ziel des PersPro ist die schnelle Reintegration und dauerhafte Vermittlung von Personal, dessen Arbeitsplätze im Zuge der notwendigen Reformmaßnahmen eingespart werden mussten, auf systemisierte Arbeitsplätze innerhalb und außerhalb des Ressorts. In der Zentralstelle ist das „Zentrale Lenkungselement“ (ZLE), bei den Militärkommanden die Betreuer und Betreuerinnen als zentrale Ansprechpartner für die betroffenen Bediensteten, eingerichtet. Der PersPro steht im Kontakt zu ressortexternen Partnern bei Ausbildung und Vermittlung und ist für die permanente Evidenthaltung der Daten sämtlichen Über-Stand-Personals sowie aller besetzbaren Arbeitsplätze ressortintern und -extern oder in privaten Unternehmen (PersPro-internes JobPortal) verantwortlich. Ein monatliches elektronisches Reportingsystem hat die oberste Führung über Vermittlungserfolge in Kenntnis zu setzen. Wo eine unmittelbare Vermittlung nicht sofort möglich ist, wird auf Basis eines individuellen Aus- und Weiterbildungsplanes der Veränderungsprozess des/der Bediensteten unterstützt. Bis März 2010 konnten 165 Bedienstete erfolgreich, auch über Ressortgrenzen hinweg, vermittelt werden. Für 121 Bedienstete wird intensiv an einer dauerhaften Einteilungsmöglichkeit gearbeitet. Für rd. 900 Bedienstete, die an Dienststellen temporär eingesetzt sind, wird im Zuge der Vorbetreuung die langfristige Einteilung angestrebt.

DER SOLDAT Nr. 9/2010

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