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Obst iR Kurt Gärtner

Schweiz: „Wehrpflicht plus“

Die Junge CVP Schweiz will die Armee drastisch verändern. Das Positionspapier verlangt die freie Wahl zwischen Wehr- und Zivildienst. Gleichzeitig soll die Wehrpflicht auch für Frauen eingeführt werden.


Mit einem neuen Armeemodell „Wehrpflicht plus“ präsentiert die JCVP neue Wege. Dieses Modell hat zum Ziel, die Wehrgerechtigkeit zu stärken und die Armee professioneller und flexibler zu machen. Konkret soll jede Schweizerin und jeder Schweizer an einer mehrwöchigen Basisausbildung (Musterung) teilnehmen, wo sie oder er entsprechende Grundkenntnisse über das Militär, den Sanitätsdienst, den Waffengebrauch etc. erlangt.

Anschließend folgt der Grundwehrdienst als Durchdiener, in Waffenübungen (Miliz) oder es ist eine angemessene Ersatzabgabe zu bezahlen. Wer Gewissensgründe geltend macht, hat einen Ersatzdienst (Zivildienst und Zivilschutz) zu leisten. Die Wehrpflicht in der Schweiz soll insgesamt zwölf Monate dauern.

Da die Schweizer Armee mit ihren 120.000 Angehörigen nicht mehr finanzierbar ist, soll das Heer auf maximal 50.000 Soldaten reduziert werden. Diese Verkleinerung soll den Wettbewerb um einen Platz in den Streitkräften erhöhen und damit die Truppenmotivation stärken.
Dabei wird auch der Ersatzdienst aufgewertet. Erstens, indem er zusätzlich die Aufgaben des Zivilschutzes übernimmt und zweitens, indem der Zugang zum Ersatzdienst für eine größere Anzahl von Bewerbern/-innen möglich wird.

Mit dem JCVP-Konzept werden außerdem die Kosten für die Armee (ca. 4,5 Mrd. Franken) stabil bleiben. Es stellt einen Lösungsansatz für eine neue Verteidigungspolitik dar, wobei noch viele Details zu klären sind.

DER SOLDAT Nr. 06/2010

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